Der Nebel war sehr dicht, wogte um kahle Baumstämme und über frostigen Boden. Die Vögel des Landes um Therast waren verstummt und nur wenige WEsen wagten es freiwillig zu dieser Stunde im Wald zu sein.
Es war früher Winter, diesig und recht kalt schon. Über den Dächern stiegen dicke Rauchschwaden gen Himmel, so schürten die Bewohner ihre Öfen um die Kälte in ihre Schranken zu weisen.
Auserhalb der Häuser war es wenig einlandend nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die etlichen Reisenden.
Dick eingehüllt in langen Mänteln und flatternden Umhängen eilten die vereinzelten Wesen den gewundenen Weg entlang. Ritter hoch zu Ross, die Knappen bibbernd hinterher rennend. Händler und Kaufleute mit oder ohne belandene Karren.Soldaten auf ihrem stündlichen Rundgan. Keiner derer wollte länger alsnötig in der strengen Kälte verbringen. Getrieben von stillem Ruhm große Taten zu vollbringen und dem Drang etwas warems zwischen die Zähne zu bekommen, eilten sie durch das weitgeöffnete aber bewachte Tor Terast´s Niemand kümmerte sich um die nähere Umgebung, vor allem nicht wegen des kalten Wetters, ein jeder war froh das warme Heim oder die einladene Taverne zu erreichen.
Doch nicht alles von dem eisigen Wetter war irdischer Natur. Feiner silberne Fäden eines seltsamen Nebels schlichen um eine schlanke Gestalt herum, wogten um deren Beine und begleiteten jene durch das niedrige Dickicht. Ehe sie ganz langsam mit jedem weiteren Schritt der Fremden verschwanden. Nebelig grau wer der lange Umhang, der Stoff war von feiner Machart und am Saum sowie am Kragen der weiten Kapuze, kunstvoll verziehrt.
Die Weite der Kapuze verlieh der Gestalt die Möglichkeit das Gesicht gänzlich zu verbergen. Ein rabenschwarzer Stab lag in ihrer linken Hand, schob Äste und Zweige vereinzelnter Bäume beiseite um den Weg freizumachen.
Aus dem Schutz heraus blieb sie noch verborgen, jene Anwandlung konnte sie nicht wirklich ablegen, sowie Ritter ihr Schwert immer bei sich trugen. Leise raschelte der Saum über den Waldboden, die rechte Hand schob in stiller Anmut einen störenden Zweig fort und allmählig schälte sich die Frau aus dem Schutz des Waldgürtels.
Das helle Gesicht hob sich, der Stoff rutschte etwas zurück und silbernes Mondlich erhellte durch das Geäst eben jenes. DIe Lippen leicht geöffnet, glitten die Augen durch das Astgewirr und hefteten sich an die geöffneten Torflügel. Eine Augenbraue hob sich leicht an, als sie ihr neues Domizil von weitem hörte. Hufgeklapper, Schritte und rollende Wagen. Für die seltsame Gestalt Laute der Freude. Es kam ihr vor als ob es Jahre her war in einer Stadt gewesen zu sein. Mit jenem Gefühl kamen auch wieder Gedanken auf..Erinnerungen die zu fehlen schienen. Leere da wo doch irgendwann etwas gewesen sein muss. Kein Nachdenken half zu ergründen das was früher war. Die Lider der verdeckten Augen senkten sich und energisch wies sie fragende Gedanken zurück. Ungeduldig grollte es neben der schlanken Frau und eine feuchte Nase stubste die herabhängenden Finger an. Das graue Fell sträubte sich leicht und die Seele sah langsam hinab. "Shhh", formten die Lippen, entließen es wispernd.
Schnaufend schüttelte der graue Wolf seinen Kopf, als wolle er weiterhin zu Eile antreiben. Noch immer war die selsame Frau verborgen, doch mit jedem Schritt wurde der Schutz lichter, bis sie den Wald hinter sich ließ und vollkommen sichtbar auf einer Lichtung stehen blieb. Die Kapuze verbarg das Gesicht, doch man sah das jener nicht von menschenhand gefertigt wurde. Ungleich war das zu sehende Paar, hochgewachsen jene unbekannte Frau..mächtig der graue Leib des Wolfes. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, verborgen vom Schatten der Kapuze setzte sich die Frau wieder in Bewegung und vom silbernen Mondlich erfasst, sah man den rabenschwarzen Stab nun deutlich. Tastend und wippend glitt die Spitze über den Boden, als ob sie den Weg nur dann sicher fände. Noch trottete Rylar neben ihr her, doch würde er zurückbleiben. Nicht gerne war ein wildes Tier gesehen in geschützten Mauern.


. Ein paar Dinge noch, die ich anders machen würde, mal so als Anregung:


